Preisträger des Georg-Elser-Preises

Der Preis ist im Geist von Freundschaft und Solidarität geschaffen worden, er soll das Gedenken an Elser und seine mutige Tat weitertragen: in andere Städte, in andere Gesellschaftsschichten.2001wurde er zum ersten Mal an Pfarrer Jürgen Quandt wegen seiner Verdienste um das Kirchenasyl verliehen. Heidenheim hatte sich bereits die Preisverleihung 2003 gesichert. Die Heidenheimer Jury wählte den Staatsanwalt Maier, der trotz Behinderung aus der eigenen Behörde in Augsburg den Prozess gegen den Sohn von Franz Josef Strauß („gelöschte Festplatte“) weiterverfolgte.
2005 entschied sich die Bremer Initiative für die „Russischen Soldatenmütter“, 2007 die unter Pfarrer Quandt neu entstandene Berliner Initiative für Elias Bierdel (damals „Cap Anamur“-Chef und Nachfolger von Ruppert Neudeck) und seinen Kapitän Schmidt, weil sie afrikanische Flüchtlinge aus dem Mittelmeer vor Sizilien gefischt und deshalb (wegen „Schleppertums“) in Italien eingesperrt, vor Gericht gestellt, inzwischen aber freigesprochen wurden. 2009 entschied die Jury für Beate Klarsfeld, die "Nazijägerin", die 1968 den damaligen Bundeskanzler Kurt-Goerg Kiesinger wegen seiner geleugneten Nazivergangenheit geohrfeigt hatte. 
Der. 6. Georg-Elser-Preis wurde 2011 an Dietrich Wagner verliehen, das "Gesicht des Widerstandes" gegen das unterirdische Stuttgarten Bahnprojekt, stellvertretend für alle sogenannten "Wutbürger."

Die Preisverleihungen in München, Heidenheim, Bremen und Berlin fanden alle in einem würdigen Rahmen statt.

Was der Münchner Georg-Elser-Intitiative nicht gefiel:

  • dass der Preis auf einen „Preis für Zivilcourage“ reduziert wurde

  • dass immer wieder mit der Jurymehrheit vor Ort am Statut herum gebastelt wurde um gewünschte Preisträger durchzubringen

  • dass dadurch die Bürokratie wuchs und zentralistische Tendenzen spürbar wurden.

Die Idee des Georg-Elser-Preises war (und ist) föderativ: die Gruppen vor Ort entscheiden, auswärtige Jurymitglieder können Vorschläge einbringen und mit abstimmen. Normal reichen zwei Jahre aus für Organisation und Spendensammeln.

Der Georg-Elser-Preis ist inzwischen von seinen Urhebern geschützt worden.


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